Wie die AOZ Brücken in die Selbständigkeit baut

Das Programm «Betreuung und Begleitung junge Erwachsene» bietet interdisziplinäre Begleitung für junge Geflüchtete.

Garten des Lilienberg

Der 18. Geburtstag markiert für unbegleitete minderjährige Asylsuchende in der Schweiz einen tiefgreifenden Einschnitt. Mit dem Erreichen der Volljährigkeit fällt ein Grossteil der bisherigen Unterstützungsmassnahmen weg. Um diesen kritischen Übergang abzufedern, führt die AOZ seit 2020 das Programm «Betreuung und Begleitung junge Erwachsene» (BBJE).

Das Ziel: Eine gezielte Förderung und Begleitung der jungen Erwachsenen auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit im Fokus

In der aktuellen Ausgabe der SKOS-Fachzeitschrift «Die Sozialhilfe» beleuchten Perica Jelisavac (Programmleiter) und Martine Scholer (Fachbereichsleiterin BBJE), wie diese Begleitung in der Praxis funktioniert. Sie zeigen auf, wie verschiedene Fachbereiche der AOZ eng vernetzt und interdisziplinär zusammenarbeiten, um eine lückenlose Unterstützung zu gewährleisten.

Das Angebot für junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren ist schweizweit einmalig. Aktuell hat die AOZ gegen 260 Klient*innen in sechs Angebotsstrukturen und zusätzlich rund 50 Wohnungen. 

Ausbau geplant

Im kommenden Jahr kommen voraussichtlich weitere 50 Plätze in rund 4 Wohngemeinschaften dazu. Zudem sind wir daran, ein spezielles Wohnangebot für Frauen aufzubauen.

Aktuell haben rund 93 Prozent der Klient*innen eine Tagesbeschäftigung und rund 95 Prozent finden im Anschluss an die BBJE-Begleitung eine selbstständigere Wohnform.

Das Programm wird vom Sozialdepartement der Stadt Zürich finanziert.