«Natürlich ist der Start schwieriger»

Marianne Hopsch, Präsidentin der Rotarier für die berufliche Integration von Jugendlichen

Marianne Hopsch

«Seit ich junge Geflüchtete dabei unterstütze, zuerst die Schweizer Berufslandschaft kennenzulernen, bevor sie sich für einen Lehrberuf entscheiden, habe ich unglaublich viel gelernt – und lerne jeden Tag weiter dazu.

Natürlich ist der Start für diese Jugendlichen in der Schweiz oft schwieriger: wegen der Sprache und wegen unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen. Doch am Ende sind sie wie alle anderen Jugendlichen auch. Das ist wohl meine wichtigste Erkenntnis.

Es sind junge Menschen, die ihre Zukunft planen. Manche sind bereits sehr reif, zielstrebig und lernen erstaunlich schnell. Andere wissen noch nicht genau, was sie wollen. 

Ich sage dann oft: «Der Knopf ist noch nicht aufgegangen.» Und das ist völlig individuell – und unabhängig davon, ob jemand in der Schweiz aufgewachsen ist oder in Afghanistan.

Dieser Moment lässt sich kaum beeinflussen. Er ist so einzigartig wie jeder einzelne Mensch.»